12. Kirchlinder Friedenslauf am 5. Juni 2006


Mehr als 750 Läuferinnen und Läufer machten sich am Pfingstmontag wieder nach Kirchlinde auf um am 12. Kirchlinder Friedenslauf teilzunehmen, der inzwischen zu einem festen Termin im Laufkalender geworden ist.

Die gute Stimmung im Start- und Zielbereich an der Kochschule mit ansprechender Aufenthaltsqualität für Zuschauer und Angehörige trägt dabei sicherlich dazu bei, dass viele im Dortmunder Westen den Friedenslauf fest in ihre Pfingstplanung einbezogen haben.

Erwartungsgemäß waren dabei die Läufe über 10 km mit 245 Teilnehmern, sowie der Halbmarathon mit 196 Teilnehmern die am stärksten frequentierten Rennen. Zum 5 km Lauf standen immerhin noch 120 Läufer/innen am Start und auch Bambini und Jugendlauf, sowie die Walkingdistanz über 10 km waren beliebte Strecken.

 

Neue und alte Gesichter auf dem Treppchen

Ein Blick in die Starterlisten ließ bereits vermuten, dass man auf dem Treppchen neue Gesichter sehen würde.

Im 10 km Lauf der Männer ließ Roland Steinmetz (RSG Herne), der am Freitag vor Pfingsten noch den Halterner Citylauf gewonnen hatte, mit einer für die nicht einfach zu laufende Strecke hervoragenden Zeit von 33:13 dem zweitplatzierten Stefan Losch (Tusem Essen) mit einer knappen Minute Vorsprung keine Chance. Über eine Minute später folgte Frank Theis (TSV Rönsahl) auf dem dritten Platz. Georg Kott (TuS Scharnhorst) wurde bester Dortmunder in 35:42.

Marathonweltmeister und Vielstarter Günter Koch vom USC Bochum bestritt in Kirchlinde bereits sein 3. Rennen am Pfingstwochenende, nachdem er bereits in Haltern und Herdecke am Start war. In 36:24 musste er sich in der M55 lediglich Reiner Schübbe (LC Rapid) geschlagen geben, der 36:00 benötigte.

Bei den Damen legte Uta Doyscher vom Bunert Running Team gut zwei Minuten Vorsprung zwischen sich und die zweitplatzierte Elke Saalbach von der LC Rapid. 39:29 bedeuteten den ungefährdeten Sieg für Uta Doyscher, die momentan auf den Strecken 5 km bis Marathon im erweiterten Dortmunder Umfeld wenig Konkurrenz fürchten muss. Auch Sie hatte noch den schweren Herdecker Citylauf am Samstag vor Pfingsten in den Beinen. Platz 3 ging an Heidi Kina von den Viermärkern, womit die ersten 3 Plätze bei den Damen in Dortmund blieben.

Im Halbmarathon stand der Vorjahressieger Khalid Ghazi (TuSEM Essen), inzwischen schon Stammgast, wieder am Start um seinen Titel zu verteidigen. Wie er später zugab war ihm aber schon am Start klar, dass er gegen Nicklars Achenbach in seiner momentanen Form keine Chance haben würde. Zumal ihm noch die schweren 70 km vom Rennsteiglauf im Thüringer Wald in den Beinen steckten.

Achenbach (hobbyjogger.de) gewann dann auch souverän in 1:15:35 mit über 1 ½ Minuten Vorsprung auf Ghazi, der 1:17:13 für die zwei Runden durch den Rahmer Wald benötigte. Platz 3 sicherte sich ein weiterer „hobbyjogger“. Tillmann Golsch lief in 1:18:52 ein und sorgte damit für einen perfekten Tag für die hobbyjogger.de Truppe.

Stefan Puchtinger vom Lauftreff Bittermark musste sich nach eigener Aussage zwar nur mit der Holzmedaille begnügen, zeigte sich aber insgesamt mit der Veranstaltung zufrieden. „… wenn die Kochen halten auch 2007 am Start“ gab er im Gästebuch zu Protokoll.

Rita Nowotny-Hupka (LT Wischlingen) setze beim Halbmarathon der Damen ihre Erfolgsserie fort und gewann in sehr guten 1:32:24 mit über einer Minute Vorsprung auf Regina Tank aus Dortmund. Gisela Wencker von den Viermärkern folgte 25 Sekunden später und stellte so sicher, dass der Halbmarathon fest in der Hand der Dortmunderinnen blieb. Darüber hinaus gehören alle 3 der Altersklasse W45 an und zeigten damit auch jüngeren Läuferinnen die Sporen. Die erste Dame in der Hauptklasse folgte erst auf Platz 20.

Im 5 km Lauf entschloss sich Felix Michels (TSV Kirchlinde) nach ersten Bedenken doch noch zu einem Start, um seinen Titel vom letzten Jahr zu verteidigen. Leider ging die Rechnung nicht auf, da Peter Kurtz von der LG Schwerte in 16:59 und Michael Knorn von der DJK BW Annen in 17:02 knapp vor ihm über die Linie kamen. Michels lief in 17:08 ins Ziel und ergatterte so noch einen Platz auf dem Treppchen.

Klarer ging die Sache bei den Damen im 5 km Lauf aus, wo sich Barbara Thiel vom USC Bochum in 20:24 vor Michaela Toepper von der LGO Bochum in 21:05 durchsetzte. Auf den 3. Platz kam Nicole Pochopien von der SC-Hagen-Wildwiese in 21:26. Erste Dortmunderin war Nadine Horn vom TSV Kirchlinde auf dem 4. Platz in 21:38.

 

Organisatoren zufrieden

Die Organisatoren des Friedenslaufs waren insgesamt zufrieden mit der Veranstaltung, bei der erstmals die neue Zeitnahme von Matthias Justke zum Einsatz kam und sich auf Anhieb bewährte. Nach negativen Erfahrungen mit kommerziellen Zeitnehmern in den vergangenen Jahren, hatte man sich entschlossen die Zeitnahme selbst in die Hand zu nehmen.

Matthias Justke entwickelte daraufhin ein System, welches von der Anmeldung über die Zeitnahme bis zum Urkundendruck alle Daten erfasst und über Barcodes auf den Startnummern eine schnelle Auswertung ermöglicht.

Die Streckenführung durch den Rahmer Wald hat sich inzwischen in der 12. Austragung bewährt und kommt bei vielen Läufern gut an. Einen Schrecken hatte die Stadt Dortmund dem Streckenplanungsteam um Kai Matull in den vergangenen Wochen noch eingejagt, als man mit umfangreichen Erdarbeiten an einem Feldweg begann, der in den Rahmer Wald führt. Zeitweise kamen schon Bedenken auf, ob der Lauf überhaupt über diesen Bereich der Strecke führen könnte, allerdings hätte man so kurz vor der Weltmeisterschaft wohl kaum eine andere Streckenführung bei den Behörden durchsetzten können. Und so verging in den letzen 14 Tagen vor dem Lauf wohl kein Tag, an dem sich Kai Matull nicht selbst vom Fortschritt der Arbeiten überzeugte.

Erst in der letzten Woche vor dem Lauf war dann absehbar, dass die Strecke fertig werden würde.

Erfreulich ist nun, dass man jetzt für die kommenden Jahre einen gut zu laufenden Weg bekommt, der in der alten Form dem Streckenplanungsteam vor allem bei Regenwetter immer mal wieder Kopfzerbrechen bereitete.

Die Stimmung im Zielbereich und auf dem Hof der Kochschule war wie immer gut und wurde professionell von der Firma Karstadt unterstützt, die auch in diesem Jahr wieder Hauptsponsor war.

So durften sich die Erstplatzierten über hochwertige Pulsuhren freuen und auch die Sieger der Altersklassen gingen bedacht mit zahlreichen Sachpreisen nicht leer aus.

 

Ein Wiedersehen in 2007

Die positive Resonanz der Teilnehmer und das erfreuliche Fazit der Organisatoren lässt sicherlich keinen Zweifel daran, dass der Friedenslauf auch 2007 wieder stattfindet und damit den Auftakt zur Kirchlinder Woche darstellt.